10/02/2025 0 Kommentare
10 Jahre Regionaler / Evangelischer Gemeindebrief
10 Jahre Regionaler / Evangelischer Gemeindebrief
# Gemeindebriefe

10 Jahre Regionaler / Evangelischer Gemeindebrief
Können Sie sich noch an den 1. Regionalen Gemeindebrief erinnern?
Er erschien am 1. März 2025.
Als Titelbild hatten wir das Bild des Weltgebetstages 2015 gewählt. Darauf hatten wir uns schnell geeinigt, denn den Weltgebetstag feiern wir jeweils am ersten Freitag im März an vielen unserer Orte. Aber über fast alles Übrige haben wir lange geredet, viel überlegt, hart gerungen.
8 Kirchengemeinden geben gemeinsam einen Gemeindebrief heraus.
Vielleicht ist es ein Wunder, bestimmt ist es ein Wunder.
Ein Gemeindebrief macht nicht nur wirklich viel Arbeit (graue Haare und nachts hochzuschrecken, weil das wichtigste Datum falsch in die Druckerei gegangen ist, inclusive). Ein Gemeindebrief ist auch etwas Persönliches, eine Lebensäußerung der Kirchengemeinde, etwas das informiert und Identifikation stiftet. Und er hat ein Organisations-Moment. Egal wie es geplant war, es findet so statt, wie es im Gemeindebrief steht. Wenn nicht ordentlich geplant ist, spätestens beim Schreiben des Gemeindebriefes sollte es festgelegt werden. Wer schreibt, wer Nachrichten auswählt und formuliert, hat auch eine gewisse Macht.
8 Kirchengemeinden, sich dessen mehr oder weniger bewusst und mehr oder weniger blauäugig in der Annahme, jede könne perfekt ihren Gemeindebrief zusammenstellen und das würde ja gemeinsam auch gehen, fanden sich zusammen. In der Region wollten wir die Zusammenarbeit verbessern und mehr voneinander wissen. Dabei sollten die einzelnen Gemeinden weiterhin sichtbar sein und jeweils genug Platz für eigene Texte haben. Eine Redaktionsgruppe mit Mitgliedern aus den Orten sollte dann für die Gestaltung des Gesamtkunstwerkes zuständig sein.
Nun können Gemeindebriefe sehr verschieden sein. Sie ahnen es. Das kleine, liebevolle und schnell kopierte Nachrichtenblatt, ein gut gestaltetes Heft A4 aus professioneller Druckerei, ein Heft A5 mit ganz anderem Layout von der eigenen Druckmaschine. Erscheinungsrhythmus, Aufbau, Schwerpunkte, Seitenzahl, Farbigkeit, Schriftgröße – alles war sehr verschieden. Die Leidenschaft, am eigenen Bewährten festzuhalten, die Kompromissbereitschaft und die Freude auf was Neues waren je nach Thema auch verschieden.
Aber am 1. März 2015 war trotzdem ein Gemeindebrief für alle fertig. Ein Wunder. Viele Gemeindeglieder freuten sich über die Gestaltung, die Bilder, die Termine über den Tellerrand hinaus. Andere hatten Mühe, sich daran zu gewöhnen: „So bunt wie ein Reklameheft, das schmeiße ich gleich weg“. „Ich finde da nichts, das ist so viel“.
Die Redaktionsgruppe passte mit der Zeit immer mal etwas an, der Gemeindebrief wurde umbenannt, der Gottesdienstplan fand einen anderen Platz. Der Schwerpunkt wurde auf die Gemeinsamkeiten gelegt, die Bereiche der Orte wurden kleiner. Im vergangenen Jahr wechselten wir auf ein Redaktionssystem mit vorgegebenem Layout.
Auch die Arbeitsweise in der Redaktion veränderte sich mit den Gegebenheiten. Es gab Zeiten mit langen Sitzungen und viel Schokolade, oft in kleinen oder sehr kleinen Runden. Es gab Online-Treffen ab 2020 und Sondersitzungen.

2020 haben wir eine geplante Ausgabe nicht gedruckt. Mai-Juni 2020 haben Sie nicht bekommen. Alles Geplante konnte nicht stattfinden. Im Mai haben die Kirchengemeinden eigene Wege gesucht, die Gemeindeglieder zu informieren, für Juni-August gaben wir einen Sommer-Gemeindebrief (s. Foto) heraus mit viel Herz und Hoffnung, und mit guten Tipps, Einladungen zu Andachts-Spaziergängen, Hinweisen auf Videos und Mitmachaktionen.
Wie wird der Gemeindebrief 2035 aussehen? Das Ziel, die Zusammenarbeit zu verbessern und mehr voneinander zu wissen, ist auch mit der Bildung der Gesamtkirchengemeinde nicht abgeschlossen. Dafür können wir einen Gemeindebrief gut brauchen. Neue Kommunikationswege kamen hinzu oder wurden verstärkt. Aber wer die Veranstaltungen der Gemeinde eben mal schnell auf dem Handy nachguckt oder die Infomail abonniert hat, schätzt vielleicht trotzdem das haptische Heft aus dem Gemeindeleben.
Was wünschen Sie dem Gemeindebrief? Was wünschen Sie sich vom Gemeindebrief? Schreiben Sie uns gern an evangelus@ekkos.de oder die Post-Anschrift des Büros.
Für das Redaktionsteam
Dagmar Müller
Zahlen:
Auflage: 3770
gedruckt in der Gemeindebriefdruckerei
Verteilung in alle evangelischen Haushalte, Auslegen in Ämtern, Praxen etc.
585 x im Jahr von der Homepage heruntergeladen
Seitenzahl: 48 bis 60
und die März-April-Ausgabe titelt traditionell mit dem Weltgebetstags-Bild.
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